Marktforschungsstudie zur Wirkung durchgeführter Projekte

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Im November 1999 führen 10 Studenten aus dem Fachbereich Marketing der Fachhochschule Aachen (Prof. Dr. Gert Hoepner) eine Marktforschungstudie für die Initiative Aachen durch. In diesem Gemeinschaftsprojekt zwischen Fachhochschule und Initiative Aachen ging es darum, ausgewählte Aktionen zur Förderung des Aachener Images und des positiven Erscheinungsbildes auf ihre Wirkung bei Kunden, Bürgern und Besuchern hin zu überprüfen.

 

Hier einige Trendaussagen:

  • Aktion Sauberes AachenNur jeder vierte Befragte kennt die Teams mit den knallgelben Reinigungsmaschinen der "Aktion Sauberes Aachen", die gemeinsam von der Stadt Aachen, dem Märkte und Aktionskreis City und der Initiative Aachen ins Leben gerufen worden ist. 70% derjenigen, die diese Team schon gesehen haben, bewerten den Einsatz als positiv. 17% halten nichts von der Aktion, da sie aus ihrer Sicht zu teuer ist oder dazu verleitet, noch mehr Dreck wegzuwerfen.
    Fazit: Die Aktion sollte in ihrem Bekanntheitsgrad gesteigert werden; denn überwiegend wird sie positiv bewertet. Befragte mit Kenntnis der Reinigungsteams hatten tendenziell auch eher das Gefühl, dass die Stadt sauberer geworden ist
  • Lichtprojekt AachenZwar kennen nur 37% der Befragten das "Lichtprojekt Aachen", jedoch haben 60% aller Befragten eine Veränderung in der Beleuchtung bei verschiedenen Gebäuden bemerkt.
    Von diesen befürworten 82% dieses Projekt - überwiegend, "weil es einfach schön ist" und zur Verbesserung der Aufenthaltsatmosphäre in der Stadt beiträgt. Knapp jeder 10. Befragte hält nichts von dieser Aktion, weil sie aus seiner Sicht zuviel Energie verschwendet und zu teuer bzw. überflüssig ist. Bei der Frage nach den Gebäuden, die sich aus Sicht der Befragten in verändertem Licht präsentieren, hat jeder Zweite das Rathaus genannt, gefolgt von 22%, die Veränderungen beim Theater wahrgenommen haben. Jeder Zehnte findet, dass auch der Dom anders beleuchtet ist (was nicht der Fall ist), sowie der Elisenbrunnen und das Roncalli-Café. Weitere 9% nennen sonstige Gebäude im Stadtgebiet. Hier zeigt sich u.a., dass nicht zwischen verschiedenen Beleuchtungsphilosophien unterschieden wird, sondern generell eine abendliche Beleuchtung überwiegend positiv bewertet wird.
  • Lust auf AachenDie Frage nach dem Logo "Lust auf Aachen" war bereits Gegenstand einer Befragung im Rahmen der Prognos-Studie von 1998. Die jetzige Untersuchung bestätigt nochmals, dass rund 45 % die "Lust auf Aachen" bekannt ist. Von denjenigen, denen das Logo bekannt ist, glauben ¾ auch zu wissen wofür da geworben wird: u.a. sagen 30% es handelt sich um Werbung für die Einkaufsstadt, rund 20% für das kulturelle Angebot in Aachen, rund 11% für Sehenswürdigkeiten und zusammengefaßt fast 14% für den Fremdenverkehr sowie die Kur- und Badestadt Aachen. Bedeuten diese Ergebnisse, dass das Logo "Lust auf Aachen" möglicherweise breiter eingesetzt werden kann als bisher angenommen?
  • AachenBonus Nur jeder 5. Befragte konnte mit dem Begriff AachenBonus (verbilligtes Parken und Busfahren ab 17 Uhr) etwas anfangen bzw. hatten ihn "schon mal gehört". Am erfolgreichsten ist mit 41% der Nennungen die Buswerbung gewesen. Denjenigen, denen die Aktion bekannt war, bewerten sie allgemein mit der Note 2, also recht positiv. Der Zeitpunkt des ermäßigten Parkens und Busfahrens ab 17 Uhr wird jedoch als ungünstig bewertet, da die Einkaufszeit bei vielen vor 17 Uhr liegt. Dieses Argument ist im übrigen auch von seiten der Händlerschaft nach dem politischen Beschluß über verbilligtes Parken und Busfahren ab 17 Uhr vorgebracht worden. Von den Befragten parken 60% in Parkhäusern, wenn sie die Stadt besuchen. 40% nutzen diese Möglichkeit nicht bzw. kommen mit anderen Verkehrsmitteln in die Innenstadt. Der "Renner" bei den Parkhäusern ist mit 50% der Nennungen das Büchel-Parkhaus, gefolgt vom Bushof-Park haus (28%) und dem Kaufhof-Parkhaus (20%). Kritik äußerten 42% der Befragen an den zu hohen Gebühren für das Parken. Keinen Kritikpunkt liefert hingegen die Verfügbarkeit von Parkplätzen in Aachener Parkhäusern.

    Befragt nach ihrer Bewertung von Aussehen und Komfort der Aachener Busse geben fast 40% die Note 3 und rund jeder Vierte die Note 2. Viele wünschen sich die Busse jedoch bunter und moderner. Bei der Frage nach dem Komfort enthalten sich fast 30% der Stimme, da sie als Nicht-Busbenutzer dazu keine Stellung geben konnten. ¼ der "Kenner" bewertet den Komfort mit der Note 2 und ein weiteres Viertel gibt ihm die Note 3. In der Kritik stehen der schlechte Sitzkomfort. Jeder Zehnte meint auch, die Busse sind zu kinderwagen- und behindertenunfreundlich bzw. empfindet das Innere der Busse als zu schmutzig oder zu abgenutzt.

Wer sich für die detaillierten Ergebnisse der Studien interessiert, kann sie bei der Geschäftsstelle der Initiative Aachen anfordern.