Verkehr in Aachen - 350 Bürger bei Talbot

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Verkehr in Aachen

 

Mit Bürgern für Bürger

an einem ungewöhnlichen Ort

Am Donnerstag, 21. Januar 2016 luden Stadt Aachen und Initiative Aachen alle interessierten Bürger in die Werkhalle von Talbot Services ein zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung. 350 Gäste folgten der Einladung.

Sind Aachen und seine City wirklich gut erreichbar? Ist der Straßenraum sicher für alle Verkehrsteilnehmer? Ist und bleibt Busfahren für alle bezahlbar? Ist die Umweltzone Nachteil oder auch Chance? Können neue Technologien die Mobilität verändern?

Fragen über Fragen, die alle Bürger betreffen und ....

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Vorträge und weitere Infos der Stadt Aachen finden Sie hier 

und hier geht es zum Video - Impressionen des Abends

Publikum 21.1.klein

... sehr wichtig sind für die Attraktivität der Stadt. Denn Verkehr gestalten ist eine gemeinsame Aufgabe. Um darüber zu referieren und mit den Bürgern zu diskutieren, eignet sich kaum ein Ort in Aachen besser, als die Werkhalle von Talbot Services. Mitten in der Produktion neuer Waggons hatten alle Gäste die Möglichkeit zu sehen, welche neuen Angebote z.B. im Bereich der E-Mobilität und der Verkehrsbetriebe für den Standort Aachen sprechen.

Gerade weil Fachleute davon sprechen, dass der Verkehr die Summe der individuellen Mobilitätsentscheidungen der Bürger ist, muss die Gestaltung des Verkehrs der Zukunft in Aachen eine Aufgabe mit den Bürgern für die Bürger sein. Die Stadt Aachen hat hierzu in den vergangenen Jahren bereits zu verschiedenen Informations- und Beteiligungsveranstaltungen eingeladen. Nun kommen mit der Initiative Aachen ein neuer Partner, ein neuer Ort und ein neuer Medieneinsatz dazu.

Moderiert von Bernd Büttgens, dem Sprecher der Stadt Aachen, ging es in den Vorträgen um den Blick über den Tellerrand. Eine Übersicht zu Trends und Entwicklungen in der zukünftigen Mobilität gab Dr.-Ing. Tobias Kuhnimhof vom German Aerospace Center (DLR). Dabei ist das Mobilitätsverhalten ein zentrales Thema. Herr Kuhnimhof stellt dar, welche wesentlichen Trends in der Mobilität zu erkennen sind. Insbesondere bei der jungen Generation in Deutschland verliert das Automobil an Bedeutung. Einen wesentlichen Anteil am sich verändernden Mobilitätsverhalten haben die neuen Medien, die "Multimodalität" erleichtern, d.h. die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel.

Anschließend wurde Ruedi Ott, der ehemalige Leiter für Mobilität und Planung der Stadt Zürich, in seinem Vortrag zum Stadtverkehr im Wandel am Praxisbeispiel Zürich (CH) konkret. Er erläutert den Weg zur Züricher Strategie "Stadtverkehr 2025". Die Einwohner von Zürich haben über Volksbegehren in den letzten Jahrzehnten immer wieder den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Reduzierung des Pkw-Verkehrs mehrheitlich beschlossen und so dazu beigetragen, dass Zürich heute zu einer der lebenswertesten Städte weltweit zählt. Die Verwaltung beobachtet und berichtet der Öffentlichkeit jährlich die Entwicklungen der Mobilität anhand zentraler Indikatoren.

Im Fokus der Podiumsdiskussion standen dann die zukünftigen Herausforderungen für Aachen. Neben den Referenten diskutierten der Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Marcel Philipp, Michael Carmincke, Vorstand ASEAG und Prof. Dr.-Ing. Thomas Ritz, FH Aachen, Elektro-/Informationstechnik, mobile Informationslogistik. Das Publikum war herzlich eingeladen, sich per twitter oder handschriftlich vor Ort zu beteiligen und kam dieser Einladung gerne nach. So erreichten die Veranstalter mehr als 160 Fragen und Beiträge. Diese stehen im weiteren Verlauf einerseits der Verkehrsplanung für Aachen zur Verfügung, andererseits bilden sie die Grundlage zur Vorbereitung weiterer thematischer Veranstaltungen zum Verkehr in Aachen.